Schulchronik

Geschichtliches

Die Einweihung eines öffentlichen Gebäudes beinhaltet gezwungenermassen einen Punkt des Innehaltens. Danach folgen drei Phasen, die die gedanklichen Flüge immanent zu beinhalten scheinen:

1. ein Blick zurück, der erst alles ermöglichte

2. ein Einblick ins Jetzt

3. und nun, vor uns die Zukunft, wir haben etwas erschaffen, es werde...

Zu Punkt eins wurde schon viel geschrieben, viel publiziert, daher nur ein kurzer Rükblick.
 


Die Knabensekundarschule

Von 1860 bis 1889 wurde in Düdingen eine Knabensekundarschule aufrecht erhalten. Die Volksschulen von Düdingen gehen aber viel weiter zurück, wobei allerlei Anekdoten diese Zeit umranken, so z. B., dass der Unterricht der Schüler zu einem Teil über Brennholz oder Torf für die Heizung abgegolten worden sei. (...)


Das neue Gänsebergschulhaus

1932 wurde der kühne Bau des Gänsebergschulhauses realisiert. Hierzu ein kurzes Zitat, veröffentlicht in den "Freiburger Nachrichten" vom 15.10.32 : Hr. Konrad Fasel, Baupräsident äusserte sich wie folgt: ... "Wir leben in einer neuen Zeit mit neuen Forderungen. Wir haben die Pflicht, den neuen Geist zu erfassen und dem kommenden Geschlecht den Weg zu ebnen, dass es nicht über Trümmer falle. Wir müssen ihm den Grundstein legen, dass es die Pflicht der neuen Zeit erfüllen kann. Behalten wir vom Alten, was gut war. Morsche Balken sind niederzureissen, lügenhafte Fassaden abzutragen. Zum guten Alten, das gesunde Neue!..."


Die Neugründung der Knabensekundarschule

Im März 1942 beauftragte die Gemeindversammlung von Düdingen den Gemeinderat die Schaffung einer Sekundarschule für Knaben, sowie für Mädchen in die Hand zu nehmen. Bereits im Frühjahr 1943 konnte die Schule in den Gebäulichkeiten des Primarschulhauses zwei Zimmer beziehen. Vorderhand konnten von dieser Schule nur die Knaben profitieren; es wurde aber alles unternommen, um im Frühjahr 1944 die Mädchen-Sekundarschule zu eröffnen.

 


Bau des Sekundarschulhauses 1965

Dass die Schulräume immer knapper würden, teilte die Schulkommission dem Gemeinderat Anfangs 1960 mit. Unverzüglich wurde die Situation analysiert und bereits am 19. März 1961 beauftragte die Gemeindeversammlung den Gemeinderat von Düdingen mit dem Studium eines Schulhausneubaus. Die Vorarbeiten zu diesem Bauvorhaben kamen zügig voran. Aus einem öffentlichen Projektwettbewerb, an dem 16 Architekten teilnahmen, gingen als Preisträger die Herren Bächler und Passer hervor. Am 17. November 1962 konnte das Projekt der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Mit grosser Mehrheit wurde der Antrag angenommen.
Unverzüglich gingen die Architekten an die Ausarbeitung der Detailpläne. Im Januar 64 war das Schulhaus im Rohbau fertig, da kam es zu einem Stillstand der Arbeiten. Die Hochkonjunktur stand in voller Blüte, so liessen einige Handwerker auf sich warten.
Am 16. Oktober konnte das Schulhaus aber mit einem grossen Jugendfest eingeweiht werden.
 


Neu- und Umbau der OS Schulanlagen


Erstmals meldete der damalige Schuldirektor der OS Düdingen 1986 dem Gemeinderat Raumbedürfnisse an. In Zusammenarbeit mit den OS Lehrpersonen wurde ein Raumprogramm erarbeitet und 1988 dem Gemeinderat übergeben.
Durch das neue Schulgesetz von 1987, sowie die Neugestaltung der Statuten des OS- Verbandes und die Fragen der Zentralisierung- resp. Dezentralisierung der Orientierungsschulen verzögerte sich die Planung erheblich.
In einer bemerkenswerten Informationsbroschüre zuhanden der Gemeinderäte und der Delegierten der OS Sense wurde die Entstehung, die Entwicklung und der gegenwärtige Stand der OS Sense 1994 umfassend dargestellt. Daraus konnten die Bedürfnisse für die zukünftigen räumlichen Anpassungen und Erweiterungen der bestehenden Anlagen abgeleitet werden, die Investitionskosten eruiert und die Dringlichkeiten der verschiedenen Zentren aufgezeigt werden.
Parallel zu den politischen Entscheidungsfindungen stimmten die Verbandgemeinden einem Planungskredit zu, und aus dem Architekturwettbewerb entsprang das Projekt Pars pro toto der Architeckten Urfer und Degen. Nachdem die Gemeindeversammlung von Düdingen am 25. Januar 1996 dem Bau eines Aufführungssales, dem heutigen Podium, zugestimmt hatte, konnte das Projekt im Sinne, wie es sich heute präsentiert entgültig aus der Planungsphase auferstehen. Nun ging es zügig vorwärts. Ende Oktober wurde die Baubewilligung erteilt, am 16. November 1996 erfolgt der erste Spatenstich.


Die Einweihung

"Ein von der Gemeinschaft getragenes Werk" titelte "die Freiburger Nachrichten" in ihrer Ausgabe vom 8. Oktober 1999, um weiter auszuführen, dass in den Worten des Schuldirektors, Werner Zurkinden, hier eine wichtige Voraussetzung zum Lehren und Lernen geschaffen wurde - eine positive schulische Atmosphäre.
Das dem so sei, konnte die interessierte Bevölkerung während zwei Tagen hautnah miterleben. Unter dem Motto "Durchblick schaffen" wurde das Schulhaus geöffnet und jedermann konnte sich neben der Architektur der Bauten auch einen Einblick vom Innenleben eines modernen Schulbetriebes machen, der sich in den letzten Jahren stark geändert hat.

Ein paar Seufzer waren zu hören; ja so hätte ich die Strafen damals auch leichter ertagen..., zum Glück müssen jetzt nicht vierzig in engen Bänken hocken..., so muss Schule schön sein...

Die Einweihungsfeier wurde umrahmt von vielen Darbietungen der Jugendlichen: Tänze, Dia-Show, Pianobar, Strassenmusik und auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt.

"Sicher ist, dass niemand allein ein solches Projekt verwirklichen kann. Die Baukommission hatte die Chance, mit sehr vielen Leuten zusammenzuarbeiten. Und die wollten zweifellos nur das Optimum: Die Aestheten wollten nur das Schönste, die Pragmatiker nur das "Gäbigste", die Schülerinnen und Schüler nur das "Geilste", die Putzfrauen nur das Pflegeleichteste, die Energetiker nur das Sparsamste, die Lehrpersonen nur das Pädagogischste, die Techniker nur das Ausgeklügeltste, die Geldgeber nur das Günstigste, und wir als Baukommission hatten aus diesen Superlativen auch etwas zu machen: das Möglichste." von Ernst Page