SSA - Fit und fair im Netz

"Wir entwickeln viel schneller neue Dinge, als wir mit ihnen umgehen können - als Benutzer, vor allem aber als Menschen und als Gesellschaft." 
David Bauer, Autor 

"Eltern müssen hinsehen statt wegsehen und Verantwortung übernehmen: Genauso, wie sie ihr Kind am ersten Schultag begleiten, sollten sie ihr Kind auch durchs Internet begleiten. Beispielsweise, indem sie mit ihrem Kind seinen Facebook-Auftritt diskutieren." 
Walter Grossenbacher, Präventionsfachmann, Kantonspolizei Bern 

"Traurigerweise handelt es sich bei Cybermobbing um ein Phänomen mit leider grossem Potenzial für die Zukunft." 
Etienne Bütikofer, Pädagogische Hochschule Bern 

"Cybermobbing ist ein wesentlicher Brennpunkt im Komplex der Probleme, die mit den Neuen Medien zusammenhängen." 
Simone Eisner, Stiftung Berner Gesundheit 

"Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht, was Freundschaft bedeutet." 
Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer 

“When children have nothing to do now, they immediately switch on the TV, the computer, the phone or some kind of screen. The time they spend on these things has increased. But children need to have stand-and-stare time, time imagining and pursuing their own thinking processes or assimilating their experiences through play or just observing the world around them.” 
Dr. Teresa Belton, Autorin


Fit und fair im Netz


Die Schulsozialarbeit OS Sense bietet den dreiteiligen Klassenworkshop 
"Fit und fair im Netz" an. Ziele: Die Jugendlichen... 

  • lernen die Chancen der digitalen Medien kennen;
  • lernen, was Cybermobbing und Sexting ist;
  • lernen, wie sie sich selber schützen können;
  • lernen, wie sie sich online fair verhalten können;
  • formulieren gemeinsam einen Verhaltenskodex für Fairness im Netz;
  • wissen, dass die Schulsozialarbeit bei Konflikten hilft und vermittelt.

Im Rahmen des Workshops werden die Eltern aktiv miteinbezogen. Eltern, die diesen Entwicklungsprozess zusätzlich unterstützen und sich näher mit der Thematik beschäftigen wollen, wird das Buch "Fit und fair im Netz" empfohlen: 
 

Fit und fair im Netz

Strategien zur Prävention von Cyberbullying und Sexting 
hep-Verlag 2016, ISBN 978-3-0355-0479-8, www.hep-verlag.ch/fit-und-fair 

 

4 Tipps, wie sich Jugendliche schützen und wehren können

  • Schütze deine Privatsphäre: Überlege dir von vornherein genau, was du im Internet von dir preisgibst. Je mehr Informationen andere von dir haben, desto angreifbarer wirst du. Prüfe, wer Einsicht in dein (Facebook-)Profil hat. Richte die Privatsphäre-Einstellungen so ein, dass nicht alle Informationen von dir öffentlich im Internet verfügbar sind. Beschränke den Zugriff auf private Fotos auf Personen, die du kennst und denen du vertrauen kannst, dass sie dich nicht beleidigen. Wähle ein sicheres Passwort und gib es niemandem weiter.
  • Antworte nicht, wenn dich jemand im Chat oder über das Handy belästigt. Wenn du zurück schreibst, bietet dies dem Täter nur weitere Angriffsmöglichkeiten. Wenn du solche feigen Attacken einfach ignorierst, verliert der Täter oft das Interesse. Sperre den Täter; melde ihn dem Seitenbetreiber (bei Facebook: „Report/Block Person“).
  • Sichere Beweise: Sammle alle Informationen der Angriffe und mache Kopien (z.B. Ausdrucke, Screenshots) zur späteren Verwendung als Beweismaterial.
  • Sprich mit erwachsenen Vertrauenspersonen wie Eltern, Lehrperson, Schulsozialarbeit.

 

4 Tipps, wie Eltern positiven Einfluss nehmen können

  • Interesse zeigen: Nachfragen und sich zeigen lassen, was das Kind am Computer und mit dem Handy tut. Diskutieren, welche Regeln wichtig sind und was nicht in Ordnung ist (z.B. Online-Beschimpfungen).
  • Bildschirmzeit begrenzen: Ratsam ist, die tägliche Bildschirmzeit (Internet, Chat, Games, TV etc.) zu begrenzen. Als Alternative zu übermässigem Bildschirmkonsum sind ausgleichende Tätigkeiten wie Sport oder Musik sinnvoll.
  • "Handyhotel" einrichten: Platzieren Sie im Wohnungsentrée eine zentrale Handyablage- und Ladestation. So stört das Smartphone weder gemeinsame Mahlzeiten oder Gespräche, noch die konzentrierte Hausaufgabenerledigung oder den erholenden Schlaf.
  • Computer zentral platzieren/Laptop zentral nutzen: Kinder benutzen Computer in belebten Räumen meist automatisch verantwortungsvoller als unbeobachtet im Kinderzimmer oder im „abgelegenen“ Büro.


 

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